Montag, 23. September 2013

Rezension "Die Liebhaber meiner Töchter" Kati Naumann

Nina ist Ehefrau und Mutter, in erster Linie aber Schwiegermutter.
Als sich - zeitgleich - ihre drei Töchter von den liebgewonnenen Schwiegersöhnen in spe trennen, bricht für sie eine, nein, ihre Welt zusammen.
Mit wem soll sie denn höchstintellektuelle Monologe halten, wenn sie nicht mehr Konrads Ergüssen beim Tee lauschen kann?
Und was passiert mit Noahs Seele, wenn er - höchstversehentlich - geweckt werden sollte?
Und wer kümmert sich überhaupt um Till?

Als ihr nach und nach alle drei "Jungs" wieder zulaufen, wähnt Nina sich im Glück und merkt dabei beinahe zu spät, wie wenig Schein und Sein tatsächlich zusammen passen.

Kati Naumann gelingt es gut, die phasenweise skurril anmutende Geschichte um Nina und Peter, ihre drei Töchter und deren (ehemalige) Liebhaber zu erzählen und dabei nicht zu vergessen, dass Mütter eben auch nur Mütter sind ;)



Freitag, 20. September 2013

Leserunden, Leseabenteuer, Leseratten

Im Hause D. wird gelesen. Viel Gelesen.
Sowohl ich als auch Herr D. haben eine ausgewachsene Leidenschaft für Bücher, da wundert es wenig, dass Kind#1 seit Beginn ihrer Schulzeit (und dem entgültigen Erwerb der Lesefähigkeit) eine echte Hardcore-Leseratte ist.
Schon als sie noch klein war, liebte sie Bücher heiß und innig, hat sich mit wachsender Begeisterung vorlesen lassen (Himmel, was war ich oft heiser!) und hat sich zwischen Büchern und Büchlein wohlgefühlt.
Seit sie nun eigenständig lesen kann, vergeht hier kaum eine Woche ohne Besuch in der Buchhandlung und die allergrößte Strafe, die sie sich überhaupt jemals vorstellen könnte (und dummerweise tatsächlich auch schon eingehaldelt hat, begleitet von einem Ozean an Tränen), ist Schulbüchereiausleihverbot!
Sie liest und liest und liest, was uns einerseits natürlich begeistert (ich persönlich finde den Gedanken, dass eins meiner Kinder Bücher nicht mögen könnte fast unerträglich), andererseits aber auch an die Grenzen bringt, zumindest logistisch.
Dennoch habe ich mich unbändig gefreut, als ich erfahren habe, dass wir (also Kind#1 und ich) gemeinsam an einem Leseabenteuer von lovelyBooks
teilnehmen dürfen.
Sobald das Buch hier eingetroffen ist, werde ich berichten.

Ich selbst lese (immer noch - die Kindergarteneingewöhnung von Kind#2 und die Lauferei rund um unseren Unfall rauben mir echt Zeit und Leselust) in der Leserunde zu Kati Naumanns "Die Liebhaber meiner Töchter".
Und ganz ehrlich? Ich habe schon lange nicht mehr über so viel Wortwitz und kurzweilige Worte lachen können. Ich hoffe, langsam wieder mehr Zeiträume freischaufel zu können, denn ich will ja nun auch wissen, wie's denn tatsächlich endet mit Nina und ihren Ex-Schwiegersöhnen-in-spe ;)

Donnerstag, 12. September 2013

Buchrezension "Allein unter Supermamis" - Olaf Nett

Kann der das überhaupt?
Arndt, Hausmann und Vollzeitvater, hat es nicht leicht. Kinder erziehen und Haushalt führen geht ja noch, aber es so zu machen, dass seine Frau damit einverstanden ist - das ist richtig schwierig. Ganz zu schweigen von der strengen Beobachtung durch all die tollen Mütter, denen Arndt in Kita und Schule begegnet.

Ein herrlich komischer Roman über einen Vater, der sich um die Kinder kümmert, während seine Frau das Geld verdient - und über seine Schwierigkeiten, im Herrschaftsgebiet der Supermamis seinen Mann zu stehen.

Soweit der Klappentext zum episodischen Werk von Olaf Nett.
Das Umschlagbild allein fand ich zwar überhaupt nicht ansprechend, das Thema als derzeitige Vollzeit-Latte-Macchiato-Mama um so mehr.

Ich hätte mich auf den ersten (bildlichen) Eindruck verlassen sollen.

Die Charaktere in Olafs Netts episodischen Werk sind durch die Bank unsympathisch, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen, der Humor zumindest mir deutlich zu flach, so dass ich keinen wirklich Zugang zum Buch finden konnte.

FAZIT:
Leider lediglich der Versuch einer humoristischen Durchleuchtung vom Rollenwechsel, tatsächlich eine Aneinanderreihung von ausgelutschten Klischees.

Dienstag, 3. September 2013

Ardennen...Hohen Venn...Ostbelgien...

Unser diesjähriger Sommerurlaub (der erste zu fünft) führte uns ins benachbarte Ausland.
Zwar waren wir bereits 2011 in Belgien, damals führte uns der Weg aber an die Nordsee nach Oostduinkerke in (West-)Flandern.

Auf Grund guter Erfahrungen in der Vergangenheit und unserer absoluten Ablehnung gegenüber Hotel- und Pauschalurlauben, hatten wir irgendwann um Ostern herum die bekannten Portale bemüht und sind letztlich bei fewo-direkt.de fündig geworden.
In Braunlauf/Burg Reuland vermietet die Familie Michaeli ein hübsches Bauerhaus, das jeden notwendigen Komfort bietet, ohne aber seine Authentizität verloren zu haben.




Entgegen unserer sonstigen Angewohnheit, solche Tripps immer recht struktieriert und vor allem informiert zu begehen, haben wir dieses Mal auf Reiseführer und Tagesplan verzichtet und sind eben "ins Blaue" (Pardon...Grüne ;) ) gefahren.

Zu sehen gab es viel Landschaft, das ein oder andere alte Gemäuer und - sehr zur Freude von Kind#2 - jede Menge Kühe!


Burg Reuland









Robertville








Wie Urlaub mit (kleinen) Kindern (oder im Speziellen bei uns) so ist, sind wir natürlich nicht ohne Kranheitsfall ausgekommen. Während die Apotheke das verordnete Medikament besorgt hat, haben wir uns den Eifel - Zoo unsicher gemacht (wegen der nahen Grenze nach Rheinland-Pfalz sind wir in Deutschland zum Kinderarzt gegangen).
Leider ist dort nicht alles so, wie man es sich wünscht was die Haltungsbedingungen der Tiere betrifft, so dass der Besuch für die "Großen" alles Andere als unbeschwert war. Aber - und das lässt hoffen - zumindest ist man sich dort der Lage bewusst und versucht, langfristig Lösungen zu finden (jedenfalls wird es so vor Ort propagiert).


Eifelzoo








"Mama, mach ein Foto von der Eule für mein Zimmer!"




MÄÄÄÄÄÄÄÄÄH!












Insbesondere die ausgebüxten Schafe hatten es Kind#2 angetan, so dass es zu folgendem Dialog kam:

Kind#2: "Määäh!"
Schaf: "?!"
Kind#2: "MÄÄÄÄH!"
Schaf guckt und läuft gemächlich los.
Kind#2 sprintet zurück zur Bank und versteckt sich hinter Papa ;)

Das Wetter wurde stetig besser (nachdem es auf der Hinfahrt wie aus Kübeln geregnet hatte und ich insgeheim sicher war, spätestens Mitte der Woche wieder nach Hause zu fahren) und als wir (mal wieder) einen Abstecher nach Luxemburg gemacht haben, wurde es sogar richtig warm.
Schlossburg von Clervaux





Hier und da haben wir dann noch ein bisschen Natur(-schauspiel) mitgenommen...

Cascades de Coo





Den wunderbar großen Garten am Haus haben wir eigentlich gar nicht ausreichend genutzt.





Insgesamt hatten wir eine (meist) schöne Woche und konnten wenigstens mal wieder etwas durchatmen.