Freitag, 29. November 2013

Palimpalom...

...das Kofferlädchen öffnet wieder!

Auch in diesem Jahr werde ich (bzw. sticHaltig) auf dem Adventsbasar der Friedenskirche in Dellwig vertreten sein.


Wer also am 30. November zwischen 11Uhr und 17Uhr noch nichts vorhat und vielleicht sogar noch für Mama, Oma, Freundin, Tochter, Patenkind oder sich selbst eine Kleinigkeit sucht, ist zum Stöbern (und Kaufen) eingeladen. 

Donnerstag, 28. November 2013

Ein Schmetterling im November oder „Wie mache ich aus einer guten Idee einfach nichts“

Mal so zwischendurch...

Eine junge Isländerin ist auf dem Weg zu einer Verabredung mit ihrem Liebhaber, von dem sie sich trennen will, aber er kommt ihr zuvor. Auf dem Weg zu ihm hat sie eine Graugans überfahren, die jetzt im Kofferraum liegt. Mit der Gans, nimmt sie sich vor, will sie ihren Mann überraschen und ein vorgezogenes Weihnachtsessen zubereiten. Der aber – »das kann so nicht weitergehen« – eröffnet ihr während des Essens, dass er sie verlassen wird, um mit seiner Kollegin Nina zusammen zu ziehen, die ein Kind von ihm erwartet. Hals über Kopf stürzt sich die junge Frau daraufhin in eine Reise durch ihr Land. Mit dem Handschuhfach voller Geld, denn tatsächlich ist eingetroffen, was ihr eine Wahrsagerin prophezeit hat, sie hat im Lotto gewonnen. Und noch etwas hat ihr die Wahrsagerin prophezeit: Sie wird den Mann ihres Lebens treffen, wenn zwei weitere Tiere gestorben sind… Begleitet wird sie von einem kleinen Kind, dem gehörlosen Sohn ihrer Freundin, mit dem sie, die vielsprachige Lektorin und Übersetzerin, Sprache ganz neu lernt. Eine Freundschaft entsteht. Nach vielen Abenteuern treffen sie in einem kleinen Ort an der Ostküste ein und richten sich im alten Haus der Großeltern ein, in dem die junge Frau als Kind viele Sommer verbracht hat. Drei Tiere sind gestorben. Wo ist der Mann ihres Lebens? Die isländische Bestsellerautorin Auður Ava Ólafsdóttir erzählt in ihrem berührenden Roman von einer Reise durch das winterliche Island und von einer herzerwärmenden Freundschaft zwischen einem kleinen Jungen und einer kinderlosen Frau. Die Geschichte einer Reise und Freundschaft – mit Kochrezepten für besondere Anlässe.


Audur Ava Olafsdottir hat im Grunde eine tolle Idee zum Buch gehabt, die leider aber eben nur eine solche bleibt.
Der anfänglich „andere“ Erzählstil, die Namenlosigkeit (der meisten) Handelden und die skurril-bizarre Gedankenwelt der (ebenso namenlosen) Protagonistin verlieren spätestens zur Hälfte der 355 Seiten ihren Reiz, so dass das weitere Lesen eher zur lustlosen Pflichtaufgabe wird, die dank des offenen Endes leider nicht belohnt wird.
Die auf dem Umschlag gerühmten „Rezepte für besondere Anlässe“ finden im letzten Buchabschnitt ihren Platz, sind aber leider in den allermeisten Fällen (auch dank absurder Zutatenlisten) nicht brauchbar. So bleibt es insgesamt bei einem netten Versuch, der maximal 2,5 von 5 Sternen verdient.

Montag, 25. November 2013

Wälder, Trolle und ein Orchester ohne Graben

Ruhig war's in letzter Zeit hier.
Das lag zum einen daran, dass ich wirklich viel zu tun habe (dazu demnächst mehr) zum anderen daran, dass ich nicht immer jede Wendung meines/unseres Lebens der "breiten Masse" *hoho* zugänglich machen muss.
Was aber definitiv berichtenswert ist, ist der Ausflug, den Kind#1 und ich gestern gemacht haben.

An der Schule von Kind#1 ist es Tradition, einmal im Jahr - immer im November - das "Familienkonzert" gemeinsam zu besuchen. Gestern Mittag war es dann so weit, und über 170 Kinder, Eltern, Großeltern und sonstige Anhänge saßen mehr oder minder aufgeregt in der Stadthalle und warteten darauf, ins Land der Trolle entführt zu werden.
Ziemlich kurz auf knapp konnten Kind#1 und ich unsere (grandiosen) Plätze auch einnehmen (Parkplatzsuche und Geschwister-an-Babysitter-Übergabe haben irgendwie doch etwas mehr Zeit verschlungen als geplant).

Leider hatte ich nicht einmal das Smartphone bei mir, so dass ich keine "live"-Bilder zeigen kann, aber mit wirklich einfachen Mitteln, haben die Veranstalter es geschafft, Klein und Groß in Norwegens Wälder und direkt in die Geschichte von und um Peer Gynt zu transportieren (bei mir persönlich hat das übrigens dazu geführt, dass ich ernsthaft darüber nachdenke, unseren nächsten Sommerurlaub in Norwegen zu planen...).
Und ich finde es unglaublich toll, wie viel Spaß die ja doch recht kleinen Menschen (hey, wir reden hier hauptsächlich von Grundschülern) mit Musik und Bühne fernab von Rumssassa, KiKa und blitzlichtanimierten Scheußlichkeiten haben können! Ein gut begleitetes Kammerorchester tut's auch...

Donnerstag, 14. November 2013

Von Schadstoffen und Römern

Wegen zu hoher Schadstoffbelastung (pervers, oder? "Zu hohe" Belastung, eigentlich sollten Stoffe, die schaden, doch gar nicht vorkommen) hat der ADAC/Stiftung Warentest das Testergenis des Römer MaxFix auf mangelhaft herabgestuft - wie gut, dass wir seit dem Unfall vor 2 Monaten und dem erforderlich gewordenen Neukauf für Kind#3 so einen besitzen.
Als renitente Vollzeitmama habe ich mich umgehend per Email an den Kundenservice von Römer gewandt, schließlich hatte ich seinerzeit ja schon extrem gute Erfahrungen mit den Damen und Herren dort gemacht, als es um die Beurteilung des Unfallschadens ging. Man versprach mir, mir umgehend nach Produktion neue Schulterpolster (um die geht es ja explizit) zukommen zu lassen.
Und siehe da, heute - also drei Tage nach Kontaktaufnahme - klingelte der Postmann zweimal und brachte die neuen Polster. 



Dazu gab es neben einem Schreiben, in dem der "Umstand" nochmal genau beleuchtet wird, ein Installationsvideo (na hoffentlich brauche ich das nicht!) sowie einen Autositzschoner als Entschuldigung.





Was ich eigentlich aber sagen wollte ist DANKE an Britax Römer für die unkomplizierte und umgehende Abwicklung!

Dienstag, 12. November 2013

Die Prinzessin und die Erbsen

Es ist mal wieder soweit gewesen, dank lovelyBooks durfte ich - Pardon! - durften WIR "Die Prinzessin und die Erbsen" von Carol Hart und Sarah Warburton (PINGPONG Welt des Langscheidt Verlags) im Rahmen eines Leseabenteuers lesen.
Da das Buch empfohlen ab 3 Jahren ist, habe ich es vorrangig Kind#2 vorgelesen, die ja doch recht gut in die Zielgruppe fällt.

Zum Cover:

Das Bilderbuch erscheint - ganz prinzessinnengerecht - in strahlendstem Pink und - ebenso prinzessinnen-like - mit glitzerglänzenden Akzenten in grün. Außerdem lernt man gleich Lily-Rose May, die Titelheldin, kennen.







Zum Inhalt:

Lily-Rose Mays Welt gerät aus den Fugen, als Papa ihr eines Tages Erbsen auftischt. In Folge dieser "Unverfrorenheit" entwickelt Lily-Rose ein zusehends dramatisches Krankheitsbild, das ärztlicherseits als akute Erbsenallergie wegen chronischer Prinzessinitis bescheinigt wird.
Kurzum, Lily-Rose May muss ins Schloss ziehen, in dem Erbsen strengstens verboten sind (wie wir dank des kurzen Exkurses zur Geschichte der Prinzessin auf der Erbse erfahren dürfen).
Dort genießt sie die Vorzüge des Prinzessinnendaseins, erfährt aber auch schnell, wie viel Arbeit hinter all der schicken Fassade steckt und dass es tatsächlich noch Schlimmeres auf dem Teller gibt, als Erbsen. Außerdem vermisst sie ihren Papa sehr, so dass sie sich schließĺich ihr Leben Daheim zurückwünscht und eine eigene Strategie zum Erbsengenuss entwickelt.



Den Autorinnen gelingt es, auf entzückende Weise kleinen Damen aufzuzeigen, dass auch das Prinzessinnenleben nicht immer leicht ist.
In Reimform geschrieben, hat die Erzählung genau die richtige Länge, um Kinder der Zielgruppe nicht zu überfordern.
Die Illustrationen sind fantastisch - nicht butterweich, aber absolut kindgerecht, detailverliebt aber nicht kitschig.


Fazit:

Wenn ich das Haar in der Suppe suchen wollte, würde mir vielleicht die Verunglimpfung des Allergiebegriffs ("echte" Allergiker würden sich vermutlich freuen, könnten sie einfach so beschließen, nun nicht mehr allergisch zu sein) etwas aufstoßen, aber mehr nun auch nicht.
Alles in Allem handelt es sich bei "Die Prinzessin und die Erbsen" um ein erfrischendes Kinderbuch, mit hübschen Bildern und Potential zum Lieblingsbuch